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#1 Tue Mar 03, 2009 6:58 pm
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Ich finde das hier sehr schade.Es gibt so viele Eltern hier die Adhs oder ads Kinder haben und es kommt hier zu kaum einen Infoaustausch. Es lesen zwar die meisten die Inhalte aber man bekommt leider keine Antworten .Auf meine Frage zur Medikation han ich genau eine Antwort bekommen.DANKE NELLY!!! Gerade in solchen Foren kann man neue Kontakte knüpfen und der Austausch bei Gleichgesinnten tut auch gut,aber hier kocht man lieber seine eigenen Suppe SEHR SCHADE!!!!! 
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#2 Wed Mar 04, 2009 5:48 pm
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Entschuldigung, ich habe deine Beiträge auch gelesen und nicht geantwortet, ich dachte, ich kann dir die Entscheidung Medikamente ja oder nein nicht abnehmen. Es gibt genug Kinder, die ohne gut auskommen, andere brauchen aber Medikamente, weil man sonst gar nicht mit ihnen reden oder in einer Therapie arbeiten kann. Methylphenidat (zB: Ritalin, das ca. 20-30min nach der Einnahme zu wirken beginnt und knapp 4 Stunden wirkt und Concerta, das ist das Produkt, das ca. 12 Stunden wirkt, ich kenne nur die österreichischen Medikas) kann Tics verstärken oder man kann sie bekommen. Mein Großer hatte am Anfang bei der Ritalin-Einnahme Bauchschmerzen, die Dosis wurde verringert, das ist dann super gegangen. Irgendwann sind wir dann auf die höhere Ausgangsdosis zurück, das hat dann über 1 Jahr gut gegangen. Als die Unterrichtszeiten länger wurden, mussten wir auf Concerta umsteigen, hier hat er eine Tic-Störung im Gesicht erwischt (er hat das Gesicht alle paar Sekunden völlig grotesk verzogen, er war voll arm). So sind wir nun bei Strattera (Atomoxetin) und Risperidon (Neuroleptika, gegen Aggression) gelandet, das geht gut. Nebenwirkungen gibt es normalerweise nur während der Wirkungsdauer des Medikaments. Mein Kleiner hat auch ohne Ritalin eine Tic-Störung im Gesicht, die sich noch in Grenzen hält und ausser bei genauer Beobachtung niemandem auffällt. Ich denke, solange es Euch gut geht und es keine gröberen Probleme in der Schule und zu Hause gibt, würde ich so weiterwurschteln und Ergotherapie machen. Unserem Großen hat auch Akupunktur geholfen, aber nur immer 2-3 Tage lang, das wird dann teuer. Danke für den Denkanstoss, LG
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#3 Wed Mar 04, 2009 6:43 pm
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Liebe Iris Natürlich muss man selbst entscheiden aber es tut trotzdem gut gerade wenn man keine erfahrungen hat,wenn dir jemand auf deine Fragen Antworten aus der realität geben kann.In Berichte kann man soooooo viel hineinschreiben aber nur das wahre Leben schreibt Geschichte LG
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#4 Wed May 06, 2009 11:44 am
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Iris
Ich hoffe dir ist bekannt dass Neuroleptike über eine längere Zeit genommen bleibende Schäden hinterläßt. Ich würde versuchen das durch etwas verträglicheres zu ersetzen.
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#5 Wed May 06, 2009 2:29 pm
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hallo Menschenfresser, ich hoffe, es ist Dir auch bekannt, das eine nichtbehandelte Ad(h)s auch bleibende Schäden hinterlässt. ich glaube nicht, dass irgendjemand diese Medis nur aus Jux verschreibt. ich bin froh, dass ich es geschafft habe irgendwie 47 zu werden bis ich von Medis für Erwachsene erfuhr und es wäre mir viel erspart geblieben, wenn ich schon als Kind als Adhslerin erkannt und behandelt worden wäre. aus meiner Erfahrung und der Selbsthilfegruppe bin ich nicht die Einzige der es erst jetzt besser geht. auch meinem Sohn hat es damals sehr geholfen. mittlerweile ist er ein ganz normaler Jugendlicher. liebe Grüße
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#6 Wed May 06, 2009 2:56 pm
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ja und? ich bin 27 und habs gerade endlich diagnostiziert bekommen und bekomm nun ritalin. habe davor auch eine lange vorgeschichte mit verschiedensten anti-depressiva, allerdings wird dir jede verantwortungsvolle arzt bestätigen dass man neuroleptika nur in wirklich ganz ganz harten fällen (wo ich jetzt mal generell kinder nicht dazu zähl) auf einen langen zeitraum nehmen sollte. überhaupt einem kind neuroleptika zu geben finde ich irre. neuroleptika verändern oft nach langzeiteinnahme den hirnstoffwechsel irreperabel. zb: http://de.wikipedia.org/wiki/Sp%C3%A4tdyskinesiealso evelyn, du & dein sohn habt auch neuroleptika bekommen? glaub ich irgendwie nicht.
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#7 Wed May 06, 2009 4:27 pm
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Danke Evelyn. Menschenfresser, Dein Ritalin verschreibt Dir sicher auch ein verantwortungsvoller Arzt, nehme ich an. Du nimmst es auch ein, weil Du merkst, es hilft und keiner steht mit gezückter Waffe hinter Dir und zwingt Dich. Kurz, so einen verantwortungsvollen Arzt hat mein Kind auch. Ob das irre ist oder nicht, ist mir sowas von ...egal. Vom Münchhausen-Helfersyndrom bin ich weit entfernt und liebend gerne würde ich alle Medikamente ins Klo hauen (in die Apotheke zurückbringen), wenn es etwas anderes geben würde, das hilft.
Es gibt oba nix.
Was würdest Du Verträglicheres empfehlen und was sind ganz ganz harte Fälle, wo es um Mord und Totschlag geht? Wenn ich jetzt bei "wikipedia" was über Neuroleptika reinschreibe, steht das dann auch drinnen.
Liebe Evelyn, ich denke mir auch oft, wenn bei meinem Großen das ADHS so früh erkannt worden wäre wie bei meinem jüngsten Sohn, hätten wir dem Großen viel ersparen können, rechtzeitig mit Therapien beginnen können und ihm unter Umständen auch Medikas erspart. Beim Kleinen (ausgeprägtes ADHS) geht alles Hand in Hand, der wird nie diese Probleme und Sorgen wie mein Großer haben. LG
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#8 Wed May 06, 2009 4:30 pm
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Ach ja, ich hoffe natürlich, dass mein Kind die Neuroleptika nicht lange nehmen muss, und es auch so geht und er in der Schule niemanden mehr würgt. LG
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#9 Wed May 06, 2009 4:45 pm
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mit verantwortungsvoller arzt meine ich nur folgendes:
ich musste auch weite wege gehen, von arzt zu arzt wechseln um einen richtigen, einen guten zu finden, es ist ja eigentlich absurd dass jeder arzt etwas andres empfiehlt und verschreibt. mein erster arzt der mir ADs verschrieben hat war zum Beispiel komplett verantwortungslos, hat zwar nen glückstreffer gelandet.. aber das passiert halt auch nicht jedem. grad bei der psychiatrie muss man wohl doch lang herumsuchen.
als ich meine langjährige psychiaterin vor einiger zeit wegen adhs ansprach , kehrte sie das vom tisch und meinte soetwas gibt es bei erwachsenen nicht.... so als beispiel halt...
ist sicher immer sinnvoll mehrere meinungen einzuholen, aber evtl machst du das ja, keine ahnung..
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#10 Wed May 06, 2009 5:23 pm
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Sei überzeugt, ich bin eine Löwenmama. Mein Mann (ADHS`ler) und ich überlegen uns sehr genau, was wir tun und unseren Kindern antun. Sollte Deine Nervenärztin eine Psychoanalytikerin sein, darfst Dich nicht wundern, abgesehen davon, viele Leute wissen nicht, dass sich ADHS nicht auswächst, man wird in der Pubertät ruhiger (darauf hoffe ich), das war`s.
Und ... so einfach ist es nicht, es gibt so viel Grautöne. Wenn man ein herzkrankes Kind hat, das blutverdünnende Medikament bekommt (warum auch immer, ich kenne mich da nicht aus), nimmt man auch wissentlich in Kauf, dass das Blut dann auch überall dort hinkommt, wo es nicht hin soll und so uU andere Organe nachhaltig geschädigt werden.
Und... zur Zeit ist mein Wissen über ADHS sicher umfassender als Deines. LG
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#11 Wed May 06, 2009 5:35 pm
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glaub ich nicht.  aber das is irgendwie kindisch, schön dass du dich so gut kümmerst.
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#12 Wed May 06, 2009 6:45 pm
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Ich bin eine ganz Brave, und unterhalte mich auch gerne mit Leuten, die über fundiertes Wissen verfügen, und sowieso bin ich kindisch, wie könnte ich sonst überleben. Schönen Abend.
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#13 Thu May 07, 2009 9:27 am
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Bitte unter Rubrik "Treffen" nachschauen, es gibt am Freitag ein Treffen des ADHS-Elterntreffpunktes Bruck, da kommen auch betroffene Erwachsene hin, diesen Freitag gibt es wieder eine Gesprächsrunde. LG
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#14 Fri May 08, 2009 9:06 am
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will mich entschuldigen habe noch etwas in punkto neuroleptika nachgeforscht, und ist evtl nicht so schlimm wie ichs dargestellt habe.  bruck.. aaaa is halt schon ein brader weg  mal schaun.
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#15 Fri May 08, 2009 2:02 pm
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So weit ist es nicht, selbst zB mit Zug.
Ich bin halt auch durch meine Männer geprägt, die oft ruppig sind.
Vielleicht treffen wir uns ja mal in Bruck, ich denke da an eine bestimmte Person, Ihr seid im selben Alter und hättet Euch sicher viel zu erzählen. Ruf Karin Bachler an, die kann sicher einen Kontakt herstellen oder weiss, wer kommt, sie hat alle Adressen und Sonstiges.`
LG
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#16 Fri May 08, 2009 3:12 pm
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ja heut wirds nix, um die zeit gehts mir ja auch nicht, die fahrt is halt auch teuer genug. fahr ich auto muss ich vignette kaufen und benzin zahlen und zug is auch echt teuer.. leider..
aber ihr habt sicher wieder mal ein treffen.
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#17 Tue May 12, 2009 7:02 pm
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Im September erst wieder. Aber man kann sich da sicher zusammenreden, mein Mann arbeitet in Graz, er könnte Dich zumindest nach Bruck mitnehmen. LG
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#18 Fri May 15, 2009 7:41 am
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hallo Iris und Menschenfresser. ich arbeite ja in einer Psychiatrischen Klinik, zwar nur in einer sehr kleinen Position. aber da habe ich Dr. Conca kennengelernt, der sich sehr gut mit Adhs im Erwachsenenalter auskennt. man weiss ja dass Ad(H)s je eine Summe verschiedener Ereignissen ist, die dann so zusammentreffen, dass man As(H)s hat. jedenfall hat bei meine jüngsten die Medikation über einen relativ kurzen Zeitraum ausgereicht um ihm das Leben besser zu machen. es gab eine Zeit da war er grad zwischen 11 und 12, da wollte er nicht mehr Leben. und das ist dann schon hart. er war auch immer sehr traurig. mit dem Medi konnte man seine innere Unruhe soweit beseitigen, dass er sein Leben besser auf die Reihe kriegt. er hat dann auch von sich aus gesagt, das er kein Medikament mehr braucht. für mich selber war die Einnahme am Anfang ein Hammer, weil ich auf einmal gesehen habe, was ich in meinem Leben alles hätte machen können. jetzt hole ich aber einfach vieles nach, was mir mit meiner immer noch großen Energie, die ich jetzt einfach besser nutzen kann, gut möglich ist. ich wünsche Euch alles Gute bis dann.....
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#19 Fri May 15, 2009 2:18 pm
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Hallo, es gibt schlechte und ganz schlechte Tage, hat mir einmal eine Mutter einen betroffenes Kindes gesagt, stimmt. Prinzipiell bin ich ja eine Verfechterin der "Vererbungstheorie" bei ADHS, und zwar deshalb, weil unsere leiblichen Kinder betroffen sind und unser Adoptivkind aber nicht, die läuft so perfekt, ist genauso wie man sich ein Kind wünscht. Da gibt es keine Klagen in der Schule oder sonst was. Zurück zu den schlechten Tagen, meine Buben sind ja ordentlich betroffen, ich habe da keine großen Hoffnungen, dass wir irgendwann ohne Medikamente auskommen. Der Ältere ist grade in dieser Phase zwischen 11 und 12, die Ihr auch hattet (Sinn des eigenen Lebens,...), schwer depressiv und noch dazu kommt ja, dass er in der Schule gemobbt wird, da tut er mir so leid. Natürlich haben wir alles in Bewegung gesetzt, damit die Situation für ihn erträglicher wird, aber er ist so unbeweglich, mag keine Veränderungen (Klassen- oder Schulwechsel). Warum muss eigentlich immer das Opfer wechseln? Der Kleine ist wie eine gespannte Feder, unkontrolliert in seinen Bewegungen, wild, er zappelt wirklich. Er merkt das und sagt dann so Sachen wie:" Meine Maschine ist ausser Kontrolle." Er ist auch gegen andere und sich selbst aggressiv. Für mich war das alles neu. Ich habe dann auch meinen Mann mit anderen Augen gesehen, er hat so Tics, die echt nerven können, aber ich weiss jetzt, er macht das auch nicht absichtlich. Ich muss ja manchmal lachen, weil es bei uns wie im "Kabarett" zugeht. Den Humor muss man sich absolut erhalten! LG
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