Habe mich soeben registriert, weil ich nicht mehr weiß, was ich mit meinem Sohn (15 Jahre alt und vor etwa 5 Jahren wurde ADHS diagnostiziert) machen soll??
Kurze Zusammenfassung:
Als Kind war er total brav und unkompliziert; konnte schon sehr früh Zahlen und Buchstaben erkennen und benennen (etwa mit 2 Jahren) und im Kindergarten hat nicht die Kindergartentante, sondern er den anderen Kindern Geschichten vorgelesen.
In der VS haben dann die ersten Probleme begonnen, weil er nicht mitgemacht hat. Nach 2 Jahren haben wir dann VS gewechselt und es wurde um einiges leichter.
Nach der VS haben wir ihn ins Gymnasium gesteckt - was von der Intelligenz auch absolut kein Problem ist/war - doch nach etwa 5 Monate ist er von der Schule geflogen, weil er in allen Fächern - außer Englisch - nix gemacht hat, nur Löcher in die Luft gestarrt hat und stur bis zum Umfallen war. Bereits zu dieser Zeit (etwa 10 Jahre) hatte er die ersten Suizidgedanken.
Gut, dann ging er in eine KMS und hat die Schule fertig gemacht.
Während dieser gesamten Zeit sind wir von A zu Z gelaufen, haben diverseste Test - beim Stadtschulrat, bei Psychologen, im AKH, bei Psychiatern, usw. - absolviert, wo eigentlich nichts essentiell Neues festgestellt wurde; außer, daß er eben überdurchschnittlich begabt ist.
Nachdem er weder Lust hat eine Schule weiter zu machen, noch einen Beruf - abgesehen davon, daß wir gar nicht wissen, welchen - zu ergreifen, geht er jetzt seit September in eine HASCH, damit er das 9. Schuljahr absolviert.
Das Semesterzeugnis war eine einzige Katastrophe (5 Fächer negativ von 10) - somit kann man sich ausrechnen, wie das Jahreszeugnis aussehen wird, mit welchem er sich dann um einen Ausbildungsplatz bewerben sollte
Gestern dann die Spitze des Eisberges: Anstatt in der Früh in die Schule zu gehen, ging er (anscheinend) auf direktem Wege zum Jugendamt und meinte, daß er nicht mehr zu Hause wohnen/leben möchte. Grund dafür gibt es eigentlich nicht wirklich... Denn ich denke, daß kleinere Diskussionen (z.B. warum muß man in der Früh aufstehen) in diesem Alter völlig normal sind.
So, jetzt ist er - AUF EIGENEN WUSCH - in einem Krisenzentrum untergebracht, wo er für max. 6 Wochen bleiben kann.
Meine Frage nun: Was kann ich noch machen?? Welche Schule wäre angebracht und passend, wo könnte er sich wohl fühlen?? Wäre eventuell ein Internat das Richtige??
Wer hat vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht und hat Tipps für mich???
Eines hab ich noch vergessen: eine Zeit lang hat er Ritalin genommen, wodurch es auch etwas besser wurde. Dann wurde er auf Concerta umgestellt, weil der Arzt der Meinung war, daß diese besser wären. Doch im Moment nimmt er absolut keine Medikamente, weil er nicht will.
Ich bin für jeden noch so kleinen Hinweis, Tipp, Rat, Erfahrung, ... dankbar!!
LG
Silva

