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ADHS Familie

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Meine Kleine ist 2,5 Jahre und hat ADHS-Symptome. Ich spreche bewusst von 'Symptomen', da man in diesem Alter ja ADHS noch nicht diagnostizieren kann. Sie war von Geburt an ein extremes Schreibaby und ist mittlerweile zu einem nicht weniger komplizierten Kleinkind geworden. Hauptproblematik sind Hyperaktivität, starke Impulsivität und geringe Aufmerksamkeit mit allen weiteren daraus resultierenden Problemen. Ich habe mich nun schon seit längerer Zeit mit dem Theme ADS/ADHS auseinandergesetzt. So nach und nach ist mir dann auch bewusst geworden, dass mein Mann ebenso betroffen sein wird. Alle gängigen Symptome sind zumindest vorhanden. Nur will er selbst nichts davon wissen, schaltet auf stur und will sich auch nicht testen lassen. Ich denke, weil er einfach Angst vor der Wahrheit hat.

Es ist für mich sehr schwierig. Ich habe niemanden mit dem ich über dieses Thema sprechen könnte, es belastet mich aber sehr. Schließlich gehört es zum ständigen Alltag dazu. Ich habe bereits versucht, mich einigen wenigen Leuten anzuvertrauen, habe mich aber noch nie verstanden gefühlt. Mein Mann weist alles von sich. Für meine Mutter existieren nur körperliche Krankheiten. Und meine Schwester kann sich zu wenig in meine Situation versetzen. Ich war bereits bei einem Kinderarzt und einer Kinderpsychologin wegen meiner Tochter. Im Endeffekt hat es aber gar nichts gebracht, weil sie für eine ADHS-Diagnose ja sowieso noch zu klein ist.

Ich fühle mich ehrlich gesagt ziemlich alleingelassen damit. In meinem Umfeld scheint niemand dieses Problem zu kennen. Wo sind denn all die anderen Menschen mit ADHS? Gibt es die nicht, verstecken sie sich oder haben sie es so gut unter Kontrolle, dass man es gar nicht merkt?
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Muss mich jetzt nochmals ins Netz hängen, schreibe nämlich bereits heftig mit "NELLY", weil wir beide 11-jährige Söhne mit ADHS haben. Weiters habe ich noch einen knapp 5-Jährigen mit diagnostiziertem ADHS! Habe nachgeschaut, mein Kleiner wurde erstmals im November 2006 angeschaut, geboren wurde er im Februar 2004. Ich war mit ihm bei OA Dr. Wolfgang Kaschnitz auf der Kinderklinik im LKH Graz (Überweisung Kinderarzt), der kennt sich aus und hat sofort Frühförderung für den Kleinen in die Wege geleitet. Es war auch einfacher einen Termin zu bekommen, weil es der große Bruder auch hat. Es gibt unterschiedliche Vereine, die Frühförderung anbieten. Wir sind bei "Jugend am Werk", wenn es genehmigt wird (von der zuständigen BH), kostet es nichts. Weiters nahmen wir "Familienentlastung" in Anspruch, da kommt jemand heim, der auf das Kind aufpasst, dann kann man einmal weggehen, hier zahlt die Behörde bis auf einen Selbstbehalt alles. Zur Zeit gehen wir noch zum "heilpädagogischen Voltigieren", aber da ist ein 2,5-Jähriges Kind zu klein, denke ich. Ergotherapie soll gut sein. Seit Juni bekommt er nun Ritalin für den Kindergarten, weil es ohne nicht mehr gegangen ist und auch abends, weil er nicht zur Ruhe kommt (5mg morgens und 5mg abends). Die Kiga-Betreuerinnen meinen, er könne endlich seinen Vormittag im Kiga geniessen, müsse nicht dauernd laufen und mit den Armen schleudern und sich und andere Kinder hauen. Man sagt auch, es gibt viel weniger Mädls mit ADHS, aber wenn, dann sind die viel ärger als Buben!(das ist jetzt keine Hilfe, t`schuldigung). Es ist halt immer schwer sich zu "outen", denn für die meisten Leute sind unsere Kinder schlimme, unerzogene Fratzen und wir völlig unfähige Eltern, leider.
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Hallo Iris! Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Auch wenn es mit unserer Kleinen sehr anstrengend ist, ich habe glücklicherweise zumindest bei der Betreuung gute familiäre Unterstützung. Ich hoffe, dass sich bei uns bald etwas in Richtung Frühförderung oder Ergotherapie ergibt. Das könnte ihr wohl wirklich nicht schaden. Wir wohnen allerdings in Niederösterreich und mir ist gesagt worden, dass es eben von Bundesland zu Bundesland verschieden abläuft. Ist eine ziemlich blöde Situation so im Ungewissen zu sein... Ob Mädchen schlimmer sind als Buben kann ich nicht beurteilen. Ich kannte mal einen 7-jährigen ADHS-Buben, aber da sind die Probleme halt wieder andere als bei einem Kleinkind. Bei meiner Tochter sind die Wutausbrüche zurzeit sehr intensiv, aber das schreibe ich zu einem gewissen Teil auch der Trotzphase zu. Ich hoffe, dass sich das mit zunehmendem Alter wieder ein bisschen bessert...
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hallo, habe gerade eure berichte gelesen und fast verschlungen und bin so froh endlich jemanden gefunden zu haben dem es fast gleich ergeht wie uns. unser sohn (4jahre) hat adhs (zu 100% wird es aber erst im vorschulalter festgestell). man läuft von eimen arzt zum nächsten und kommt irgendwie nicht weiter. ständig gespräche im kindergarten das er schupst und haut, andere kinder beim spielen stört usw. konzentrieren kann er sich auch nicht und wenn er mal was gefunden hat was in interessiert ist es auch sehr schnell wieder vorbei. an familienausflüge mit freunden ist gar nicht zu denken. ständig fällt man irgendwie "negativ" auf. auch unser familienleben leidet darunter (das ist mein mann und mein 2.Sohn (1 1/2Jahre). seit einem jahr sind wir in Ergotherapie. die diagnose läuft auf eine medikamentöse therapie hinaus (ritalin o.ä.)
meine frage: WIRD ES DAMIT ENDLICH ETWAS BESSER ????
man kommt sich so hilflos und alleingelassen vor. wir hoffen auf eine info von euch wie diese situation zu leichter zu meistern ist und welche erfahrungen ihr uns weitergeben könnt.
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Hallo, mein Kleiner hat ja im Kiga Ähnliches "aufgeführt", da war er aber schon durchuntersucht. Wir kennen diese Verhaltensweisen ja schon von unserem Großen. Mir war es wurscht, ob ADHS oder sonstwas, endlich Hilfe durch Frühförderung. Im Kiga dachten die Betreuerinnen, er wäre nur ein unerzogener Bengel, glaubten die ADHS-Diagnose nicht, viele Eltern reden sich anscheinend darauf raus. Als es eng wurde und der Ausschluss in der Luft lag, stimmten wir - nach Gesprächen mit unserem sehr ADHS-erfahrenen Kinderarzt - einer Ritalin-Therapie zu. Er bekommt kurz bevors in den Kiga geht eine halbe Tablette (0,5mg) und am Abend auch. Er kommt sonst nicht zur Ruhe, so kann er gut einschlafen. In den Ferien setzen wir aus. Im Kiga meinten sie, er wäre wie ausgewechselt, sie hatten noch nie ein behandeltes ADHS Kind. Jetzt darf er sogar bei den sogenannten Schulanfängern mitarbeiten, obwohl er erst 2010 zur Schule geht, das macht ihn sehr stolz. Ich habe ihnen jetzt erst die Unterlagen der Untersuchungen kopiert. Ich bemerke auch, dass ich viel weniger mit ihm schimpfe, unser Großer musste da viel mehr ertragen in diesem Alter. Er wurde erst mit fast 9 diagnostiziert und eingestellt, da passiert viel und geht viel daneben und das alles ist ganz, ganz furchtbar schlecht für das Selbstbewusstsein! Wir ersparen also unserem Kleinen viel Leid, das der Große ungebremst abbekommen hat. Es gibt so viele Leute, die auf die Medikamente schimpfen, aber wissen die wirklich, welchem Leidensdruck unsere Kinder ausgesetzt sind, wie sie unbehandelt wegdriften, schon nicht mehr greifbar sind, das dauernde Schimpfen an allen Linien, meinen Großen hat das alles so fertig gemacht, das er nun auch noch depressiv wurde. Buchtipp: "Hochrisiko ADHS, Plädoyer für eine frühe Therapie" von Kirsten Stollhoff, Wilma Mahler, Karin Duscha vom Verlag Schmidt/Römhild. Ich würde die Medikamente einfach ausprobieren, man kann immer aufhören. LG Iris
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Hallo Leute.
Finde Medis generell ziemlich Arsch. Ritalin, Concerta usw. sollte eigentlich nicht notwendig sein. Unser System erfordert es leider irgenwie. Bin zwar kein Kind mehr. (vom Alter her gesehen :mrgreen: ) Durch einen Burn Out hat mir mein Körper seinen Dienst verweigert. So nehme ich zurzeit 54 mg Concerta, und das sicher nur bis mein Körper und mein Geist wieder eins sind und keine minute länger.
LG eremit
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Hallo Iris! Danke für deine schnelle rückantwort. hätte noch eine frage: wie habt ihr euch bei deinem grossen sohn erziehungsmässig verhalten, bevor die medikamentöse therapie begann??? bei uns im alltag ist es oft schwierig, den man könnte von früh bis spät oft nur schimpfen wenn unser sohn nur unruhe in den tag hineinbringt (lässt sich nicht anziehen, kommt oft durch seine unruhe nie in ein wirkliches spielverhalten rein, rennt den ganzen tag nur hin und her ohne das man ihn wirklich beschäftigen kann). Und dabei tut er mir oft so leid, da er sich mit seinem verhalten nur selbst im weg steht. man möchte ja selbst nicht immer als "buhmann" dastehen.
wie seit ihr den mit dieser täglichen unruhe umgegangen???????
würde mich über eine rückantwort sehr freuen.......... danke bis bald
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Hallo, natürlich haben wir viel zu viel geschimpft. Alle meinten immer, wir sind zu nachlässig, dann war ich oft so streng, dass ich das Gefühl hatte, jetzt fürchtet er sich vor mir, ganz schrecklich. Ich habe grade zum Großen ein sehr enges Verhältnis. Im Kiga meinten sie, er wäre was Besonderes, an allem höchst interessiert,... Er war mit 6/7 bei einem Kinderpsychologen in Therapie, weil es so wilde Probleme in der Schule gab. Der sagte, unser Sohn sei nur nervig, habe aber nichts, schuld sei die Lehrerin. Wir sollten ihn eine Therapie machen lassen, damit die Schule sieht, wir tun was. Meine Güte, was waren wir froh, das Kind hat nix. Meine Güte, waren wir blöd, da nicht nachzugehen. Er hat dauernd irrsinnig viel geredet, das war und ist anstrengend, das extrem Lebhafte, Unruhige, naja, ein Bub halt. Wir waren täglich am Spielplatz zum Austoben, haben ihn um unseren Häuserblock (kein Verkehr) geschickt. Mit 3 ist er mit seinem Roller gleich schnell durch die Siedlung gefahren wie die anderen Kinder mit dem Fahrrad. Instinktiv hat er Sachen eingefordert, die gut für ihn waren, ich habe mich extrem viel mit ihm beschäftigt, viel vorgelesen (hier können beide lange und gut zuhören, das wundert die Frühförderin unseres Kleinen immer), wir haben viel gesungen, wir haben viele auch "pädagogisch wertvolle" Spiele. Eigentlich habe ich mein Kind frühgefördert. Mit knapp 9 wurde er durchuntersucht, wir waren schon so durchgebeutelt, mein Mann und ich hatten auch schon Krach. Die Medikamenteneinstellung erfolgte in letzter Minute und trotzdem ist es oft anstrengend. Meinen Kleinen musste ich aus Sicherheitsgründen beim Gehen in ein Brustgeschirr stecken und an die Leine nehmen, mir war wurscht, was die Leute dachten. Ich kenne kein Rezept, meinem Kleinen taugt das Heilpädagogische Voltigieren und seine Frühförderin liebt er. Nicht persönlich nehmen, wenn man die "blödeste Mama der Welt" ist, runterschlucken, in die Arme nehmen. Wenn wir ein Rezept gefunden hätten, müssten meine Kinder keine Medikamente nehmen, leider. LG
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Hallo Franzi,da kann ich der Iris nur zustimmen. Es gibt kein Rezept,eine Hilfe ist,dass man den Alltag gut strukturiert und viele Kleinigkeiten einfach übersieht.Sich wirklich auf das Wesentliche bezieht. Was braucht es damit wir gut miteinander leben können.Ich habe mit meinen Sohn(ADHS) wie mit meiner Tochter(sie leidet darunter) eine Familientherapie begonnen,damit das Zusammenleben besser klappt.Wir sind noch nicht dort wo wir sein wollen,aber wir sind auf dem Weg.Mein Sohn ist 11,5 nimmt seit ca.2 Monaten Strattera,wobei noch nicht viel Wirkung zu spüren ist,aber laut Iris dauert es einfach bis die richtige Dosis gefunden wurde.Wünsche viel Kraft und Ausdauer.
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Hallo ihr! Ich habe jetzt leider schon länger nicht mehr hier reingeschaut. Aber es freut mich, dass es anscheinend doch noch andere mit ähnlichen Problemen gibt. Auf der einen Seite bin ich froh, dass ich so früh gemerkt habe, was los ist mit meiner Kleinen. Sie profitiert sicherlich davon. Aber andererseits macht es den Alltag trotzdem nicht unbedingt leichter. Es fällt mir manchmal wirklich sehr schwer zu unterscheiden, ob das jeweilige Verhalten jetzt ADHS-bedingt ist, ob es eine eigenwillige Charaktereigenschaft ist, ob es mit der Trotzphase zusammenhängt oder ob es sich um einen Erziehungsfehler von mir handelt...

Ich habe inzwischen auch schon einige Versuche gestartet und mich an Ärzte gewandt. Leider waren da anscheinend noch nicht die richtigen dabei. Es ist so mühselig immer wieder zu hören... ADHS kann nicht ausgeschlossen werden, aber in diesem Alter wird es ja sowieso noch nicht diagnostiziert. Und einen regelrechten Ärztemarathon will ich auch vermeiden, weil das meiner Kleinen sicherlich auch nicht guttut.

Ich habe mir auch ernsthaft schon überlegt, sie solange wie nur irgendwie möglich noch nicht in den Kindergarten zu geben. Ich bin mir nämlich ganz sicher, die Kindergärtnerinnen wären mit meiner Tochter maßlos überfordert. Für mich selbst wäre es natürlich eine enorme Entlastung, wenn ich mich zumindest halbtags einmal um etwas anderes als um mein Kind kümmern könnte. Aber ich kann sie ja auch nicht einfach so "abschieben", oder? Ich glaube, dass es ihr dort nämlich garantiert nicht so gut gehn würde wie bei mir zuhause... und alleine der Gedanke daran, tut schon weh.

Zuhause versuche ich mein Kind so gut es geht zu fördern. Genaugenommen fordert sie das ja selbst. Ich spiele (soweit das möglich ist) mit ihr, kümmere mich um sie, gehe auf ihre Bedürfnisse ein...

Kann mir vielleicht auch jemand von euch sagen, wie ich in meiner Situation nun am Besten weitermachen soll? Ich meine, wie komme ich an Frühförderung, Ergotherapie oder ähnliches heran? An wen muss ich mich da wenden? Was genau wird bei soetwas eigentlich gemacht? Sind das Dinge, die man vielleicht auch selbst zuhause mit dem Kind machen könnte?

Wäre sehr dankbar, wenn mir das jemand beantworten könnte...
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Hallo, in Vorarlberg gibt es das AKS wo Kinder abgeklärt werden,sind aber lange Wartezeiten.Ich habe meinen Sohn von einem praktizierenden Ergotherapeuten abklären lassen,wovon 80% die Krankenkasse an Kosten übernommen haben.Eine Ergoabklärung würde ich dir empfehlen.mein Sohn ist 11,5 und erst der Ergotherapeut hat ihn gut abgeklärt,die ganzen Wege vom Kindergartenalter weg haben nicht viel gebracht.Das mit dem Kindergarten würde ich mir schon überlegen,da es wichtig ist mit anderen Kindern zusammen zu sein.In der Schule wird es dann erst recht schwierig,spreche aus Erfahrung.Mein Sohn war vom ersten Tag weg der Ausenseiter,nach zwei Schulwechsel ist das bis heute noch nicht besser(keine Freunde,keine Einladungen)je früher du dort dranbleibst desto leichter wird es dein Kind haben.Du kannst es nicht vor allem abschotten,es muss lernen soziale Kontakte zu knüpfen,je früher desto besser,ist meine Meinung.
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Hallo Nelly! Danke für deine rasche Antwort. Vorarlberg ist ja leider am anderen Ende der Welt von uns aus gesehen ;-). Aber ein Ergotherapeut müsste doch wohl auch bei uns aufzutreiben sein. Kann man sich da an jeden x-beliebigen Ergotherapeuten wenden oder sollte das schon ein Spezialist auf diesem Gebiet sein? Denn dann würde die ganze Sache natürlich wieder komplizierter.

Vor der Schule hat mir auch immer sehr gegraut, weil ich oft gehört habe, das die "richtigen" Probleme erst dort beginnen würden. Vor einiger Zeit habe ich durch Zufall erfahren, dass es in meinem Heimatort neben den Volksschulklassen auch sogenannte Integrationsklassen gibt. Unter anderem eben auch für Kinder mit AD(H)S. Das beruhigt mich schon ein Stück weit. Aber das mit dem Kindergarten ist für mich wirklich so eine Sache mit der ich sehr hadere. Mein Kind will ich auf keinen Fall abschotten. Wir gehen zu einer Spielgruppe und im Sommer sind wir wieder stundenlang auf den Spielplätzen mit anderen Kindern zusammen. Und wenn sie Spaß und Lust dran hat, werden wir später vielleicht auch noch irgendeinen anderen Kurs dazunehmen, wie z.B. Kinderturnen oder sowas. Irgendwie möchte ich das mit dem Kindergarten schon noch etwas hinauszögern, weil ihr Selbstbewusstsein eh noch früh genug einen ordentlichen Knick bekommen wird...
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Hallo, wo seid Ihr her? In der Steiermark gibt es für Frühförderung, heilpädagog. Voltigieren, Entlastung der Familie,... einen Antrag auf Hilfestellung nach dem Steiermärkischen Behindertengesetz 2004 an die Bezirkshauptmannschaft (Referat Behindertenhilfe). Das wird halt aus diesem Fond der Bhindertenhilfe bezahlt. Abgeben muss man das Formular bei uns auf dem Gemeindeamt. Man kann einen ärztlichen Befund mitgeben, muss aber nicht. Es gibt dann eine Sitzung an der BH mit dem sogenannten IHB-Team (Sitz Graz), das über den individuellen Bedarf entscheidet, hier kann ein Sachverständiger (zB Kinderfacharzt) hinzugezogen werden. Ergotherapie kenne ich nicht, beim Frühfördern kommt die Frühförderin heim oder wir fahren in die Frühförderstelle (wir haben Jugend am Werk), weil es dort einen Bewegungsraum gibt. Unsere Frühförderin Petra spielt mit dem Kleinen, das Spiel soll wirklich fertiggespielt werden, sie turnen, basteln,... Kurz aus dem Förderplan: Grob- Feinmotorik: Erwerben höherer motorischer Leistungen, Basissinne in Form von Körperwahrnehmungen stärken, Gleichgewicht halten, schneiden mit der Schere; Kommunikation und Sprache: zuhören können - Geschichten wiederholen, Gegensätze benennen, Förderung der melodischen Fähigkeiten; visuelle/akustische/ taktile Wahrnehmung: ...Sensibilisierung der Tast- und Berührungsempfindung; Spielverhalten/kognitive Wahrnehmung: Ausdauer,Konzentration, Geduld; Sozialverhalten: Gefühlsteuerung,....usw. Meinen Großen habe ich auch gefördert, er hat genauso wie Deine Tochter Sachen instinktiv verlangt. Im Kiga gibt es das Team: Integrative Zusatzbetreuung, da können Kinder in Kleinstgruppen gefördert werden, wenn der Bedarf besteht. LG
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Hallo zusammen!!!!

da hast du wohl recht - gäbe es ein rezept gegen das ganze, könnte man den kindern und sich sehr viel ersparen. uns geht es ja auch oft so, das wir nur schlecht oder gar nicht unterscheiden können - ist es jetzt ADHS oder eine eigenwillige charaktereigenschaft von unserem sohn. das ganze ist eine ewige gradwanderung - und die entscheidung kann dir keiner abnehmen. ABER ADHS ist KEIN ERZIEHUNGSFEHLER.

das mit dem Kindergarten sehe ich etwas anders. du schiebst dein kind ja nicht ab. im gegenteil: es sieht mal was anderes und du wirst auch etwas entlastet. man geht davon aus das die erzieherinnen im KiGa auch mit etwas schwierigeren kindern umgehen können. Ist nicht immer einfach - aber das ist ihr job. die einen könnens besser die anderen nicht. bei uns - naja unseren grossen schleifen die so durch den alltag. ist für mich/uns auch nicht immer leicht anzusehen - aber er kommt in kontakt mit anderen kindern und leuten - tut ihm mit sicherheit gut - man kann den kindern nicht alles selber beibringen.

Um hilfe zu bekommen bleibt ein kleiner marathon nicht aus. unser kinderarzt hat uns zu den jeweiligen stellen überwiesen. wir waren auch ständig selber dahinter und mit diesem problem in irgendeiner art und weise in behandlung - haben viel ausprobiert und intensiviert - aber auch vieles wieder fallen lassen.

der grossen erfolg haben wir auch noch nicht - aber die hoffnung stirbt zuletzt. wir müssen eben kämpfen - und irgendwann bringt´s vielleicht doch noch den erhofften erfolg.....
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Also wir sind aus Niederösterreich. Falls irgendjemand von euch auch aus diesem Bundesland kommt, bitte melden ;-). Heute habe ich wieder einen weiteren Schritt gewagt und mir von unserem Hausarzt eine Überweisung in eine Klinik mit Abteilung Kinder- und Jugendheilkunde geben lassen. Dort soll erstmal eine ambulante Untersuchung und ein Therapievorschlag erfolgen. Zuviel erhoffe ich mir zwar davon auch nicht, aber einen Versuch ist es hoffentlich wert... weil so wie es jetzt ist, kann es einfach nicht bleiben.
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Therapievorschlag klingt sehr gut, da geht dann was weiter und Ihr bekommt Hilfe. Bei uns war das auch so, Überweisung Psychosomatik (Kinderklinik LKH Graz), der untersuchende Arzt (Dr. Kaschnitz) hat sofort die Frühförderung in die Wege geleitet, wir wurden von der Frühförderstelle angerufen. Wir haben dann noch für ein paar Monate "Entlastung der Familie und Freizeitgestaltung" für den Kleinen in Anspruch genommen. Da kommt eine Betreuungsperson ins Haus und beschäftigt sich mit dem Kind. Da konnte ich mit seinen 2 älteren Geschwistern etwas unternehmen. Wir haben den Termin fürs Fußballtraining eingelöst, da konnte mein Sohn in aller Ruhe daheim bleiben und spielen. Jetzt brauchen wir das nicht mehr, weil wir in die Nähe der Familie gezogen sind, ich hätte es sonst nicht mehr geschafft. Ich wünsche Euch alles Gute bei der Untersuchung, probieren geht über studieren! LG
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Hallo!

Bin hier neu und habe sehr interessiert die vielen Beiträge gelesen. Habe fünf Kinder, wobei bei unseren 5-jährigen momentan gerade die ADHS.Diagnostik im Laufen ist. Für uns war auch schon früh ersichtlich dass unser mittlerer Sohn sich anders entwickelt als die Großen. Doch wer denkt dabei an ADHS. Zuerst war er unser Nesthäckchen und wurde sehr verwöhnt und dann kam seine Schwester und stieß ihn vom Thron. Natürlich dachten wir sein auffälliges Verhalten kam daher.

In das THerapiezentrum in Strebersdorf sind wir an und für sich gegangen da seine motorischen Defizite sehr auffällig waren. Und in diesem Zuge wurde natürlich auch über sein sonstiges Verhalten gesprochen. Z.B. kann sich nicht alleine beschäftigen, ist ein sehr lautes Kinde, stösst andere Kinder, hat keine Freunde, kann sich nur sehr kurz beim Spielen konzentrieren, zeichnet nicht, usw.

Er hatte jetzt über ein halbes Jahr eine Rhytmiktherapie in Strebersdorf. Zusätzlich machen wir privat eine Ergotherapie und er geht Voltigieren. Beim letzten Arztgespräch wurde uns jetzt mitgeteilt das unser Sohn auf ADHS untersucht werden soll da alle Anzeichen dafür sprechen.

Es klingt schlimm aber momentan war ich erleichtert. Es gibt eine Erklärung für sein Verhalten und weshalb er so anders ist als seine Geschwister. Medikamente ist "Gott sei Dank" kein Thema. Wir versuchen durch spezielle Spiele, viel körperliche Bewegung und Geduld und Verständnis ihm und uns das Alltagsleben zu erleichtern. Auch klären wir seine Umgebung Kiga, unsere Freunde und Familie ganz offen über ADHS auf und darüber, dass er nicht unerzogen und faul ist sondern unser "besonderes" Kind.

Mein Problem stellt sich einfach mit der Einschulung. Unser Sohn wird am 21. August sechs Jahre und ist somit schulpflichtig. Er freut sich schon auf die Schule und daher tu ich mir schwer ihn zurückstufen zu lassen - ist angeblich in Niederösterreich auch nicht so einfach. Hoffe jetzt auf eine Vorschule und habe mit unserer Direktorin darüber gesprochen, ihn bei entsprechender Diagnose, als Integrationskind führen zu lassen.

Es sind so schwere Entscheidungen die man treffen muss und ich fühle mich total alleine gelassen.
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Mein Großer ist Anfang Juli geboren, ADHS wurde erst mit fast 9 diagnostiziert (wahrhaft eine Erleichterung). Wir waren uns auch nicht sicher, ob es in der Schule gehen wird oder nicht, weil er extrem lebhaft war. Im Kiga (zufällig ein heilpädagogischer als nicht Integrationskind) wurde er 2x von der Kiga-Psychologin getestet, die meinte, er wäre absolut schulreif. Es ist auch vom Lernen her gut gegangen, er ist sehr gescheit, nur vom Sozialverhalten halt nicht, das geht heute noch nicht sooo gut (2. Klasse Gymnasium). Was sagt der Kinderarzt oder Hausarzt? Als in der Volkschule die ersten Probleme auftauchten, meinte die Lehrerin (gleichzeitig Direktorin), er könnte in der Klasse bleiben, würde aber nur den Vorschulstoff unterrichtet bekommen. Nachdem er aber beim Lernen sehr brav war, hat sich das erübrigt. Die Frage ist, in wie weit ein ADHS-Kind reifen kann, mein Großer ist manchmal wie ein Kleinkind, obwohl uns von allen Seiten bestätigt wird, er findet zu Hause optimale Bedingungen für seine Entwicklung. Ich würde es probieren. Mein Mann sagt grade, um Gottes Willen, es war Zeit, dass der Große in die Schule ist.
Eigentlich bin ich sehr froh, dieses Problem nicht mehr zu haben, mein 3. Kind (mit ausgeprägtem ADHS, bekommt zusätzlich zur Therapie schon Medikamente für den Kiga) ist ein Februar-Kind und wird 2010 in die Schule gehen, ich rede mir ein, das wird prima gehen (zitter zitter).
LG
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Sowohl der Kinderarzt als auch die Therapeuten meinen, dass mein Sohn noch nicht in eine Regelklasse eingeschult werden soll. Er hat ziemliche motorische Defizite. Wir habe mittlerweile erfahren, dass es eine Vorschulklasse geben wird. Das ist eine ziemliche Erleichterung für uns.

Hat eigentlich jemand Erfahrung mit dem Nahrungsergänzungsmittel Omega3-Fettsäuren? Habe diesen Tipp von der Ergotherapeutin bekommen. Mein Kinderarzt meint davon profitiert nur die Pharmaindustrie.
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Dann ist es natürlich gut, den Vorschlägen des Kinderarztes und der Therapeuten zu folgen. Es gibt Übungen mit der liegenden Acht und wir haben ein Spielzeug gekauft, das heißt "Infinity", da bewegt man ein magnetisches Rad über eine verdrehte Acht, das lieben meine Kinder und ich mag es auch.
Habe keine Erfahrung mit Omega 3 Fettsäuren, bitte unbedingt berichten, solltet Ihr die ausprobieren. Ich schaue, dass die Kinder wenig Zucker, helles Gebäck, etc. essen. Der Große verträgt keine Fructose und meine Tochter hat Probleme mit Lactose. Ich mag zur Zeit die Schüßler-Salze sehr gern, nachdem die "heiße 7" super beim Ein-und Durchschlafen hilft. LG

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