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Nicht immer so viel Angsmache!

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Registriert: Mar 2008
Beiträge: 5
Ich verstehe nur sehr gut die Ängste und Sorgen, die man mit ADHS-Kindern hat.
Auch ich habe einen langen Leidensweg mit meinem 10-jährigen Sohn hinter mir.
Dass man sich dann sehr viele Gedanken darüber macht, ob man Medikamente gibt oder nicht ist auch klar.
Aber die Panikmache, die oft in Foren betrieben wird, gefällt mir überhaupt nicht.
Ich bin mir sicher, dass auf dieses, mein Schreiben wieder mindestens 10 Gegenstimmen kommen, die von mir behaupten, ich wäre unverantwortlich oder mir sonst irgendetwas vorwerfen wollen.

Es ist aber egal, wie viele Gegenstimmen kommen mögen, und es ist egal zu welchem Thema. Fakt ist: Alle Entscheidungen für mich und mein Kind treffe ich allein. Da kann keiner mit reden. Jeder muss selbst wissen, was das Beste ist.
Keiner trifft meine Entscheidungen für mich. Das geht leider nicht. Obwohl - manchmal wäre ich vielleicht sehr froh darüber gewesen.

Manche Kinder haben HIV und bekommen Medikamente.
Andere haben Krebs und bekommen Medikamente.
Genauso braucht ein ADHS - Kind, wenn es ausgeprägtes ADHS hat, oft Medikamente.

Warum wird da so vehement drüber diskutiert und gestritten?
Wird bei einem HIV-Kind auch darüber gestritten?
Oder bei einem Krebs-Kind?

Das sind bewusst nun sehr krasse Beispiele, um zu zeigen, dass es auch noch andere ernste Angelegenheiten gibt - nicht nur ADHS.

Mediziner und Wissenschaftler sind im Normalfall bemüht, gute Medikamente zu entwickeln/verschreiben.
Es geht nicht immer um Geschäftemacherei.
In den meisten Fällen ist ein Medikament die Hilfe, die Rettung, die man lange gesucht hat.

Mein Kind hat ADHS. Na UND???

Andere Kinder haben andere Probleme.
Andere Kinder sind vielleicht Bettnässer oder kommen mit körperlichen Einschränkungen anderer Art auf die Welt.

Das soll nicht heißen, dass man sich nicht damit beschäftigen soll.
Das soll nicht heißen, man soll nicht versuchen, das Beste für sein Kind zu tun.
Das soll einfach heißen, dass man nicht übertreiben soll.
Es soll heißen, dass man neben all dem hier nicht vergessen sollte, mit einem Lächeln im Gesicht zu leben.

Früher hatte jeder Mensch Epilepsie. Egal, um welche Störung es sich wirklich handelte.
Jetzt hat plötzlich jeder ADHS!
In 30 Jahren wird man uns, die Ritalin-Generation, belächeln.

Und das Beste: Das glaub ich nämlich auch wirklich:
Im Normalfall werden all unsere Kinder werden ganz normale Erwachsene.
Der eine vielleicht ein wenig impulsiver als der andere.
Der andere ein wenig schneller auf 1000 als der andere.
Na UND? Solche Leute gibts jetzt auch!
Und lasst euch nicht reindrücken, dass alle eure Kinder ach sooowas von Drogenanfällig sind und bestimmt in "schlechte Gesellschaft abrutschen" - ABSOLUTER SCHWACHSINN!

Macht das Beste für eure Kinder - aber vor allem: Versucht, glücklich zu sein!
Das allerwichtigste im Leben, dasjenige, das wirklich auf Punkt eins in der Rangliste zu stehen hat, ist GLÜCKLICSEIN!
Helft euren Kinden, glücklich zu werden und alles wird gut!
Mögen dazu auch Medikamente notwendig sein.
Mitglied
Registriert: Apr 2008
Beiträge: 1
hm, also im grunde genommen gibts eigentlich nichts zu kritisieren an deinen aussagen, erstens sollte ja jeder seine meinung kundtun können...und zweitens glaub ich du weißt wovon du sprichst und worums geht.......
bin ganz deiner meinung was die medikation betrifft ich denke man muß als elternteil in erster linie darauf schauen was für sein kind die beste therapie ist ganz egal wie auch die umwelt darauf reagiert......nicht die anderen sondern wir leben mit unseren kids.........
das mit der Ritalin - Generation darüber könnt man diskutieren :-))
nur das ein adhs kind ein ganz "normaler" erwachsener wird dazu würd ich gern wissen wie du normal definierst????
es ist eine tatsache das das unbehandelte adhs-ler gravierende probleme im erwachsenenalter haben der eine mehr der andere weniger,( ein bissal impulsiver als andere ist meiner meinung nach untertrieben....) und der punkt "suchtgefahr " ist leider auch eine tatsache (heißt ja nicht das dies dann auch alle betroffenen "erleben")
liebe grüße
;)
Mitglied
Registriert: Mar 2008
Beiträge: 5
Hey Schoki!

Ja, Suchtgefahr usw. ist natürlich ein Thema.
Aber ich will doch nicht, dass mein Kind mit 10 schon in eine Schublade mit der Aufschrift "Drogensüchtiger" oder "Alkoholkranker" oder sowas in der Art gesteckt wird!
Käme mir so vor wie der Beitrag über Deutschlands Hauptschulen, an denen in der vierten Klasse gelehrt wird, wie man als Hartz-IV-Empfänger zu leben hat. Also hat man den Kindern dort schon den Stempel "Hartz-IV-Empfänger" aufgedrückt.
Ist das nicht schlimm?

Die Hoffnung stirbt doch immer zuletzt.
Ohne Hoffnung...tja...ich muss diesen Satz nicht beenden, oder?
Mitglied
Registriert: Mar 2008
Beiträge: 5
Noch was zur "Suchtgefahr":

Der Wirkstoff von Marihuana (sedierend) soll Wunder wirken!
Es gibt sogar schon Medikamente mit diesem Wirkstoff.
In Deutschland gibt es eine Mutter, die diese Medikamente auf legalem Wege für ihren Sohn bekommt.

Ich weiß gar nicht, ob ich mich wirklich gegen diese natürliche Droge stellen soll, obwohl ich natürlich hier nicht dafür sprechen möchte, es zu nehmen.
Auf jeden Fall hab ich keine Angst davor und weiß auch nicht, ob ich es so furchtbar schlimm finden soll...

Bin mal gespannt, ob ich diese Aussage lange im Forum stehen sehe.
Sehr sehr zwiespältige Aussage, nicht wahr?
Freu mich auf Reaktionen!

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