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#1 Thu Nov 23, 2006 10:31 am
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Hallo,
wer kann uns eine Hauptschule mit Integration empfehlen (im Raum 21. oder 22. Bezirk)??????? Wir sind wirklich verzweifelt. Wir - das sind mein Sohn mit ADHS und ich (seine total entnervte Mutter). Mein Sohn ist jetzt in der dritten Klasse als Integrationskind und von Jahr zu Jahr wird es schlimmer. Obwohl er Integrationskind ist, wird überhaupt nicht auf seine Problematik eingegangen. Ich bin fast jeden Monat in der Schule um mit den Lehrerinnen zu sprechen, Lösungen zu suchen, zu regulieren usw. Der beste Ausspruch der Lehrerinnen war: " Wir wären ja schon zufrieden, wenn er sich im Unterricht ruhig verhält und wenigstens die Überschrift mitschreibt" Tolle Einstellung! In der Schule schreibt er nicht mit - wir müssen alles zu Hause nachholen, allerdings bekommen wir den Stoff zum Nachschreiben erst, wenn Sie Zeit haben (was unter Umständen Wochen dauern kann) Wenn er eine Schularbeit schreibt, kann ich mir den Lernstoff selber zusammensuchen, weil er ja keine Aufzeichnungen im Heft hat. Wenn er wieder in Schule Mist gebaut hat, muß ich zu Hause die Konsequenzen ziehen, weil es in der Schule keine gibt. Er kann dort machen was er will. Es gibt nicht eine einzige Woche, an dem es keinen Ärger gibt. Er schreibt in Schularbeiten fast immer eine 1 oder eine 2 (ausser in Deutsch und Mathe, weil er Legasthenie und Dyskalkulie hat) weil wir bis zum Umfallen zu Hause üben, aber in der Schule bekommt er nichts mit. Ich hab selbst schon mit dem Sonderschulinspektor gesprochen, dass die Lehrerinnen überfordert sind mit 9 Intrgrationskindern. Er hat sich das angeschaut und gemeint, ich soll den Lehrerinnen vertrauen und mein Sohn ist ja auch nicht einfach. Hallo? dafür ist er ja auch Integrationskind. Seine Ärztin hat ihm - nachdem ich ihr erzählt habe, welche Probleme er in der Schule hat - ein Antidepressiva verschrieben (zusätzlich zu seinem Concerta, was er bekommt!) - damit er nicht in der Schule aneckt. Das kann doch alles nicht wahr sein: mein Sohn ist 13! und soll mit Antidepressiva zugedröhnt werden, damit er "gesellschaftsfähig" ist????
Mein zweiter Sohn hat ADS und da er Gottseidank kein Integrationskind ist, habe ich ihn auf einer Privatschule anmelden können. Da hat wenigstens er eine Chance. Und ich habe auch einen Vergleich, wie man auf Kinder eingehen kann, auch wenn sie ADS haben.
Also wer einen Tipp hat, bitte dringend melden!!!!!!
lg kathrin
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#2 Thu Dec 21, 2006 7:50 pm
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Beiträge: 5
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Hallo Kathrin! Zunächst einmal tut es mir leid, dass du erst jetzt eine Antwort bekommst und hoffe auch, dass es Dir nichts ausmacht, wenn ich Dich duze (es scheint in diesem Forum üblich zu sein). Was die Suche nach einer Schule anbelangt kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Wollte/konnte der Sonderschulinspektor Dir keine anderen Schulen nennen? Vielleicht hast Du es ja schon getan aber du könntest einmal help.gv.at eine E-Mail schreiben (oder anrufen), dort nach geeigneten Schulen fragen und dann dort vorbeischauen, falls diese noch Kinder aufnehmen mit den Lehrerinnen dort reden und dann überlegen ob du wechseln willst. Ich weiß, viel ist es nicht aber das ist alles was mir einfällt. Der eigentliche Grund weshalb ich hier antworte ist der, dass es mich ein wenig verwundert hat, dass dein Sohn trotz Concerta anscheinend noch so große Probleme hat (haben die sicher hauptsächlich mit seinem Verhalten zu tun und nicht mit der dortigen Umgebung? Nach dem was ich aus deinem Posting herauslesen kann könnte es beides sein). Wenn es (auch) am Verhalten liegt, dann wäre zu hinterfragen ob es nicht die falsche Dosis oder das falsche Medikament ist (mW sprechen manche ADSler auf andere besser an) oder vllt. das Medikament bei Deinem Sohn eine zu kurze Wirkungsdauer hat. Wurde das schon abgeklärt? Dass die Diagnose ADS erst nach sorgfältiger Abklärung und Differentialdiagnostik erfolgt ist, davon gehe ich hier einmal aus. Zu den Antidepressiva kann ich nichts sagen weil ich mich damit nicht auskenne. Ich möchte noch darauf hinweisen dass ich nur Laie bin und sehr wenig über die Situation weiß und sie aus diesen beiden Gründen nicht beurteilen kann. Vielleicht ist aber der eine oder andere Hinweis nützlich. Falls mir noch etwas einfällt schreibe ich es später noch dazu. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück und Kraft für Deine Suche! Eine Frage noch aus persönlichem Interesse: Auf wieviele Klassen und wieviele Lehrer sind die Integrationskinder aufgeteilt? Für eine Klasse scheint mir das reichlich viel zu sein. Liebe Grüße mera « Zuletzt durch mera am Thu Dec 21, 2006 7:52 pm bearbeitet. »
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#3 Thu Feb 22, 2007 12:28 pm
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Registriert: Feb 2007
Beiträge: 1
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Hallo Katrin,
Du sprichst mir aus der Seele! Auch ich habe einen Sohn der in die 3. VS Integrationsklasse geht, und auch bei uns wird es trotz Concerta immer schlimmer. Ich bin auch monatlich vorgeladen und mit meinen Nerven am Ende. Ich hab schon sooo viel ausprobiert, und immer noch kann er sich nicht konzentrieren, ist mit seinen Gedanken woanders und schreibt so scheußlich dass er es oft selbst nicht lesen kann. Er ist hochintelligent, aber bringt nichts weiter, Hausübungen sind ein täglicher Kampf mit Schreien und Schimpfen und so ( von seiner Seite), und ich hab wirklich Angst vor den nächsten Jahren. Wohin soll das führen? Hast du eine Schule gefunden? Ich such auch dringend eine! Vielleicht hast du ja Lust in Kontakt zu bleiben, würd mich freuen!
Liebe Grüsse Birgit
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#4 Tue May 22, 2007 9:42 am
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Beiträge: 7
Ort: Wien
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Hallo Birgit,
entschuldige, dass ich erst jetzt deine Antwort gesehen habe. Leider hab ich noch keine andere Schule gefunden. Obwohl das Problem jetzt schon wirklich dringend wird. Letzte Woche ist er auf dem Buben-WC von seinen Mitschülern verprügelt worden, weil er zwei Wochen vorher einem Mitschüler beim Fußballspielen den Zeh gebrochen hat. War aber eindeutig ein Unfall und er hat sich auch sofort entschuldigt. Nach der Prügelei bin ich nächsten Tag in die Schule gerauscht und hab seiner Lehrerin gesagt, dass ich Sebastian nicht mehr in die Schule gehen lasse, solang der Vorfall nicht geklärt wurde. Ich hab gestern dann mit Sebastian einen Termin zur Aussprache bekommen, samt Direktor. Allerdings war das das reinste Tribunal gegen Sebastian. Die Sache wurde nicht, wie von mir angenommen, mit den betreffenden Schülern besprochen, sondern er musste vor der versammelten Klasse samt Lehrern und Direktor seine Vorwürfe wiederholen. Natürlich hat er kein Ton rausgebracht (in Anbetracht dessen, dass er stottert, wenn er nervös wird und rethorisch überhaupt sich sehr schwer tut). Nachdem sich aber die Betreffenden (drei an der Zahl) melden mussten, hielt der Rektor ihnen eine Standpauke wg. Gewalt an der Schule und dass sie niemanden schlagen dürfen. Also im Klartext keinerlei Konsequenzen für sie, weder das die Eltern verständigt wurden, noch dass sie irgendwelche schulischen Konsequenzen gesetzt bekommen. Und anschließend wurde Sebastian regelrecht bombardiert mit Gegenvorwürfen von und vor der versammelten Klasse, weil er oftmals die anderen segiert.(was zwar stimmt, allerdings hat er noch nie jemanden verprügelt, es sei denn dass er bis aufs Blut von demjenigen gereizt wurde - auch ein Integrationskind - aber da ging es einer gegen einen und nicht alle gegen einen) ...und im Endeffekt sich nicht wundern sollte, dass soetwas mal passiert. Und dann wurde ihm auch noch von den Lehrerinnen unterstellt, dass er das Ganze bewusst ausnutzen würde, um nicht mehr in die Schule zu müssen. Damit war die Sache für sie (samt Direktor) erledigt. Ich war so perplex von dieser Vorgangsweise, dass ich unfähig war, sofort zu reagieren. Doch hab ich gestern und heut schon mit einigen Leuten gesprochen, die meinten, was das eigentlich für eine Pädagogik sein soll.
Also wie gesagt, ich bin immer noch auf der Suche nach einer gescheiten Schule mit Integration, bei der Integration nicht heißt, dass Integrationskinder aufgrund ihrer Defizite zwar die Pflichten und Regeln der normalen Hauptschülern befolgen müssen, anderseits keinerlei Rücksicht auf ihre Defizite genommen wird und oftmals willkommene Opfer sind.
Liebe Birgit, ich würde dir ganz dringend raten, wenn du irgendeine Möglichkeit siehst, deinen Sohn an einer Privatschule anzumelden, dann tu das! Würde auch gern mit dir in Kontakt bleiben (mail-addy findest du in meinem Profil)
liebe Grüsse Kathrin
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#5 Fri Feb 15, 2008 10:05 am
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Beiträge: 7
Ort: Walpersbach bei Wiener Neustadt
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Hallo an alle! Ich muss ehrlich sein, dass ich mir nicht alle Beiträge genau durchgelesen habe, jedoch muss ich euch eines sagen: Es ist sicher sehr schwer eine Schule zu finden die Verständnis für ADHS hat. Ich wohne im Raum Wiener Neustadt und mein Sohn besucht ab September 2008 die Volksschule. ABER! Lasst euch nicht entmutigen und lasst eure Kinder nicht als irgendwas abstempeln und ihr braucht auch nicht (MEINE MEINUNG) eure Kinder in eine Privatschule, Integrationsklasse oder sonstiges geben. Sie sind nicht dumm, sondern können sich einfach weniger konzentrieren. Ich glaub, wenn man mit der Lehrerin oder den Lehrern redet, dann sollten sie Verständnis aufbringen. Ich habe am Anfang auch nicht gewusst, wie ich mit meinem Sohn umgehen soll. Dann habe ich mich sehr schlau gemacht und jetzt funktioniert es. Abgesehen davon bekommt er Ritalin. Wie gesagt, wenn ihr Fragen habt oder so dann meldet euch bei mir. Bzw. nehmt meinen Rat an. 
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#6 Mon Mar 10, 2008 10:52 pm
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Registriert: Mar 2008
Beiträge: 2
Ort: Wien
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Mein sohn ist ein Integrationskind in der 2. Klasse, und ja kenn ich vorsprechen, Hausübungen sind ein Kampf mit körperlichen Attacken gegen mit Schimpfkanonen, ich hab jetzt Ende März mal wieder ein Elterngespräch in der Schule, was soll ich tun ich kann nichts tun, ich mache Therapien und wenn ich das auch noch höre, daß es trotz den Medikament nicht funktioniert, darf gar nicht daran denken, wahnsinn, ich wünsch uns allen Kraft für die Zukunft Gerlinde
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#7 Fri Apr 18, 2008 10:03 am
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Registriert: Mar 2008
Beiträge: 5
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Halli hallo zusammen!
Diese Beiträge könnte fast alle ich geschrieben haben - genauso sieht es auch bei mir zu Hause mit Mike aus! Ich wohne in der Nähe von Wiener Neustadt und Mike wechselt (hoffentlich) nach den Sommerferien 2008 in die Hauptschule. Auch wir haben schon einen langen Leidensweg hinter uns und ich muss sagen, es gibt Tage, da geht gar nix mehr. Es gibt sogar Tage, an denen ich nicht glaube, das länger ertragen zu können. Dann muss Mike eben eine Zeitlang zu seinem Vater, der in unserer Nähe mit seiner neuen Freundin wohnt.
Auch bei uns hat Ritalin und Amphetamincocktail nicht gewirkt. Dann bekamen wir Risperdal. Und das geht zur Zeit sehr gut! Fast ein neues Lebensgefühl. Aber - niemals vergessen, die Tablette einzunehmen! Wenn er sie mal vergisst, kommt Mikes ADHS ganz stark zum Vorschein! Und wieder muss ich mich mit den Lehrern rumschlagen. Es ist nicht einfach.
Also: wenn ein Medikament nicht richtig wirkt, ist es nicht das richtige! Weitersuchen und immer mit der Klinik in Kontakt bleiben! Ich habe ganz einen tollen betreuenden Arzt und komme gut mit ihm zurecht. Ohne ihn und seine tolle Art, uns zu führen, wenn wieder mal alles schief geht, wäre ich wahrscheinlich schon nach Buxdehude ausgewandert und würde dort in einem kleinen abgeschiedenen HOlzhaus Kräuter im Mörser zerkleinern und Brennesselsuppe im Wald kochen.
Kopf hoch!
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#8 Sat Nov 15, 2008 5:51 pm
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Beiträge: 3
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hallo Kathrin!
Würde gerne wissen ob Du eine Schule für deinen Sohn gefunden hast?
Lg Birgit
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#9 Sat Nov 15, 2008 5:55 pm
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Registriert: Nov 2008
Beiträge: 3
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Hallo Mondsternchen!
Bin neu hier!
Würde gerne wissen wie es deinem Sohn geh? :
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#10 Mon Jun 08, 2009 4:19 pm
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Registriert: Jun 2009
Beiträge: 1
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Hallo zusammen, ich bin eine Oma aus Oberösterreich, deren Enkelsohn (11 Jahre) auch das Genannte schon alles durchgemacht hat. Mit den Lehrern ist das auch so eine Sache. Im Kindergarten hatte seine Grupp eine Stützkraft, da sie zu dritt mit diesem Problem waren. Da er im November geboren ist, wäre er ja fast ein Jahr später schulreif gewesen. Dann hat man meiner Tochter geraten, ein Vorschuljahr anzuhängen. Die haben sich sehr bemüht. 1. und 2. Klasse Volksschule hat er sich so recht und schlecht durchgeschlagen, in der dritten hatte er eine super Lehrerin (die hatte etwas Montesori-Erfahrung), die wirklich auf ihn eingegangen ist. Die hat dann auch geraten, ihn nach Salzburg in ein Kurzzeitinternat zu geben, wo sie unter sich sind. Also diese 2 Monate ist er wie verwandelt zurückgekommen. Und gerade diese Lehrerin hat die Schule verlassen, so bekam er in der vierten eine neue. Die ist da wieder gar nicht einfühlsam. So musste er meist in den Pausen, die er so notwendig brauchte, die Sachen nachschreiben. Gott sei Dank konnte er dieses Jahr wieder die zwei Monate in dieses Internat und es klappte wieder wunderbar. Jetzt kommt er dann in die Hauptschule und da wird es wieder ein Problem werden, denn Hauptschüler können nicht in dieses Internat, die nehmen nur Volksschüler. Ich würde es ihm so wünschen, dass wir das Richtige finden, denn ich sehe, wie seine Leistung steigt und wie er ausgeglichen ist. Kaum ist er zwei Wochen zurück, gehts wieder los. Er muss momentan Ritalin 10 mg, 3/4 morgens und 1/4 mittags nehmen. Nun machte uns eine Bekannte aus Deutschland (sie ist Fachbetreuerin in einem Kindergarten mit Behinderten, darunter auch ADHS) darauf aufmerksam, dass es Ritalin retard gibt für eine länger Wirkungsdauer. Die Betreuerin aus dem Inernat kennt dieses Medikament nicht. Gibt es das überhaupt in Österreich? Ich finde darüber nichts im Internet. Mir tut er schon so leid, weil er ein sehr praktsich veranlagtes Bürschchen ist. Einerseits überdurchschnittlich intelligent, andererseits wieder unter dem Durchschnitt. Und ich habe gesehen, wenn er die richtigen Lehrer hat, dann hat er bessere Noten und man merkt, wie ihn der Erfolg aufbaut. Privatschule kann sich unsere Tochter trotz Halbtagsarbeit leider nicht leisten (neues Haus und 5 Personen) und wir können ihr finanziell leider auch nicht leisten. Hat jemand Erfahrung und kann uns Tips geben?
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#11 Tue Jun 09, 2009 1:54 pm
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Hallo Ihr, nach langer Abstinenz mal wieder was neues von mir: @Roxane, das Medikament, welches du meinst (Ritalin retard) ist wahrscheinlich Concerta. Das wird nur einmal am Tag genommen und wirkt über den ganzen Tag. Der Vorteil daran ist, dass man kein Reboundeffekt hat (also diese Hoch's und Tief's beim Abklingen von Ritalin). Und es wirkt auf jeden unterschiedlich. Bei meinem Großen war es sehr gut verträglich, beim Kleinen ging es nach drei Jahren garnicht mehr. Die Nebenwirkungen bei ihm waren absolute Appetitlosigkeit (er konnte meist erst am Abend was essen) und dann nächtliche Unruhe. Wir sind dann nach drei Jahren auf Strattera umgestiegen. Doch je weiter wir zur Pubertät kamen, desto wirkungsloser wurde es. Seid letzten Sommer haben wir mit den Medi's ganz aufgehört. Die erste Zeit war es kleinere Katastrophe (kleinere deshalb, weil gottseidank Ferien waren und die Kids nicht auch noch unter Schuldruck gelitten haben) Auch die ersten Monate in der Schule waren teilweise die Hölle: Sebastian, der Große, hatte endlich mit Ach und Krach die Hauptschule überlebt und sollte noch ein Jahr die Fachmittelschule als Integrationskind machen. Das ging grad mal die ersten zwei Monate gut, dann hat er angefangen, die Schule zu schwänzen und überhaupt nicht mehr mitzuarbeiten. Ich hab mich dann entschlossen, ihn zu Weihnachten rauszunehmen, weil es keinen Sinn mehr machte. Er wurde in dieser Zeit auch sehr aggressiv und bockig. Ich hatte ersthaft überlegt, ob ich ihn nicht in betreutes Wohnen geben soll, so fertig war ich. Auf Grund seines ADHS hab ich aber dann über das Clearing einen Berufsorientierungskurs für ein Jahr bekommen (speziell für Integrationskinder) Seit einem halben Jahr geht er dort hin und ist wie ausgewechselt. Das war das Beste, was uns passieren konnte und er ist sehr ausgeglichen und fast pflegeleicht Der Kleine kämpft sich derweil noch durch die Hauptschule (Privatschule). In einigen Fächern hat er leider auch Lehrer, die kein Verständnis haben und bei denen ich immer wieder reingehen muss und verhandel. Er ist zwar noch sehr langsam und seine Konzentration ist extrem schwankend, aber er würde keine Medi's mehr nehmen. Es wird zwar auch zunehmend anstrengender, aber das hat die Pubertät zu verantworten. Auch hab ich eine ganz tolle Nachhilfelehrerin gefunden, die ihn wieder aufbaut, wenn gewisse Lehrerinnen glauben ihn unter Druck motivieren zu können. Meiner Meinung ist es ein reines Glück, wenn man einen verständnisvollen Lehrer erwischt. Man selbst kann nur Info's bezüglich des ADS den Lehrern zukommen lassen und viel mit ihnen in Kontakt stehen, damit sie wissen, das man selbst auch helfen will und Verständnis hat, dass es den Lehrern auch nicht immer leicht fällt. Also, ich will euch nur damit sagen: Es wird mit der Zeit besser, wenn man dranbleibt und nicht aufgibt. lg kathrin
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